Wie tief warst du schon?

Tieftauchen

Wie tief warst du schon? Als Taucher wird einem diese Frage fast schon automatisch gestellt. Natürlich kommt es für einen schönen Tauchgang nicht auf die Tiefe an aber dennoch ist „die Tiefe“ auch in Taucherkreisen ein Thema.

Was als Tieftauchgang wahrgenommen wird, kann natürlich von Taucher zu Taucher sehr unterschiedlich sein. Es kommt zum einen natürlich erst einmal auf die eigene Taucherfahrung an. Doch auch der Ort spielt eine gewichtige Rolle. Es ist ein riesiger Unterschied ob ich im warmen und klaren Wasser des Roten Meeres auf 30 Meter gehe oder in einem kalten und dunklen See.

Doch was macht eigentlich die Besonderheit aus, mal etwas tiefer zu gehen und auf was sollte ich auf jeden Fall achten?

Auf jeden Fall ist ein Tieftauchgang etwas Aufregendes und Ungewöhnliches Da ist erst einmal das höhere Risiko, das aus einem tiefen Tauchgang etwas Besonderes macht. Man kann sagen, der Taucher ist in diesem Augenblick ein klein wenig vom Forschergeist getrieben. Er dringt in Bereiche vor, die ausserhalb seiner Komfortzone liegen.

Auf jeden Fall sollte ich mich mit einem erfahrenen Taucher (Tauchlehrer) langsam an eine grössere Tiefe herantasten. Da bei tiefen Tauchgängen die Nullzeit geringer ist, es zu einem höheren Gasverbrauch kommt und die Gefahr einer Stickstoffnarkose besteht, ist ein Training für solche Art von Tauchgängen dringend zu empfehlen.

Während solchem Training sollten Taucher auf jeden Fall wieder mit den üblichen Notfallszenarien (wieder) vertraut gemacht werden wie „Ohne Luft Situationen“. Zum Beispiel sollte man das Schwimmen und Tarieren am „Oktopus“ als Luftspender und auch als Luftnehmer erst einmal in geringen Tiefen üben. Wird in kalten Gewässern getaucht gehören zwei getrennt absperrbare Ventile mittlerweile zum Standard. Aber selbst erfahrene Taucher schliessen nicht selten beim Abblasen eines Lungenautomaten das falsche Ventil weil dieser Drill nicht vorher geübt wurde.

Aber die wohl wichtigste Regel beim Tieftauchen ist: Wenn ich mich unwohl dabei fühle, sollte ich es lassen. Wir fragen jetzt natürlich nicht: „Wie tief warst du schon?“, da die Tiefe eigentlich keine grosse Rolle spielt für einen gelungenen Tauchgang.

Was uns mehr interessiert: Was mögt ihr an tiefen Tauchgängen?

 

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, Blue Water Dive Resort – Fotonachweis

 

2 Kommentare zu "Wie tief warst du schon?"

Es ist interessant, mal zu testen (und dann auch zu wissen) wo der persönliche gelbe/rote Bereich liegt.
Erheblich tiefer als ich dachte. Als Selbstzweck finde ich‘s Quatsch.
Die schönsten Tauchgänge waren nachts bei Vollmond und einer maximalen Tiefe von 10m

🙂
Klaus

An gewissen Tauchspots gibt es interessante Dinge in der Tiefe zu sehen.
Ich persönlich habe für mich entschieden mich auf max. 45 m ausbilden zu lassen, muss jedoch nicht bei jedem Tauchgang dieses Maximum ausreizen.
Man muss sorgfältig vor dem Tauchgang planen, seinen Buddy gut kennen oder einschätzen können und auf Notfälle vorbereitet sein.
In der Tiefe denkt man sich… Wow, man ist an einem Ort der gefährlich und doch schön ist.
Mit dem nötigen Respekt an die Sache zu gehen und hochkonzentriert zu arbeiten, weckt in mir ein schönes Gefühl.

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