Unsere Juliwoche in der Zusammenfassung aus Hurghada

Unsere Juliwoche in der Zusammenfassung aus Hurghada

Unsere Juliwoche in der Zusammenfassung aus Hurghada

Willkommen zu unserem aktuellen Wochenbericht vom Roten Meer! Jede Woche nehmen wir euch hier mit in die faszinierende Unterwasserwelt Ägyptens, berichten von spannenden Tauchgängen, stellen unseren Fisch der Woche vor und werfen einen Blick auf aktuelle Entwicklungen aus dem Land der Pharaonen. Außerdem gibt es immer wieder nützliche  Tipps und Empfehlungen für alle, die ihren Urlaub in Ägypten noch entspannter und erlebnisreicher gestalten möchten. Viel Spaß beim Lesen und Abtauchen! Unsere Juliwoche in der Zusammenfassung aus Hurghada:

Unsere Juliwoche in der Zusammenfassung aus Hurghada

Wracktauchgänge und glückliche Schüler

Unsere Tauchwoche begann am Samstag mit zahlreichen schönen Erlebnissen. Jasmin schloss nach Tauchgängen bei Stone Beach, Shaab Tiffany und am Wrack der Balena erfolgreich ihren AOWD-Kurs ab. Bei Shaab Umm Gamar zeigte sich ein Napoleon-Lippfisch, während vier Oktopoden bei Fanadir Dacht für eine außergewöhnliche Unterwasserbegegnung sorgten. Auch Ralph hatte Grund zum Feiern: Er beendete erfolgreich seinen Tec-45-Trimix-Kurs.

Am Sonntag standen weitere Glückwünsche an. Andreas feierte seinen Geburtstag bei Shaab Pinky, wo unter anderem ein Napoleon-Lippfisch, ein großer Barrakuda und freischwimmende Riesenmuränen gratulierten. Annina schloss dort ihren AOWD-Kurs erfolgreich ab. Bei Erg Somaya und Shaab Pinky begegneten unsere Taucher jeweils einem Adlerrochen und einer Meeresschildkröte. Auch das Carless Reef begeisterte mit seinen farbenprächtigen Korallen und gleich sieben großen Barrakudas.

Der Montag stand ganz im Zeichen einer besonderen Wracktour nach Abu Nuhas. Zunächst wurde die Giannis D von außen und teilweise auch von innen erkundet. Anschließend führte ein außergewöhnlicher Drift-Tauchgang von der selten betauchten Kimon M zur Chrisoula K. Die gewaltigen Wracks, ihre Laderäume und die noch vorhandenen Fliesen sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre. Währenddessen zog bei Shaab Nenad ein Adlerrochen elegant an unseren Tauchern vorbei.

Eine Nacht über der Thistlegorm und Delfine überall

Am Dienstag wurde Shaab Helua zum Schauplatz unvergesslicher Delfinbegegnungen. Bereits beim ersten Tauchgang zeigten sich die Tiere unter Wasser, bevor unsere Gäste noch rund 40 Minuten mit ihnen schnorcheln konnten. Beim zweiten Tauchgang begleiteten fünf Delfine die Gruppe nahezu während des gesamten Tauchgangs. Bei Umm Gamar wurde außerdem ein Adlerrochen gesichtet, während Gotha Iris und Sachua Abu Galawa mit Barrakuda, Oktopus, Kalmaren und vielen kleineren Riffbewohnern überzeugten.

Der Mittwoch begann bei Fanadir Foc mit acht Delfinen, darunter einem Baby, die entspannt unter der El Vardus hindurchtauchten. Auch die Gäste der El Noras durften auf dem Weg nach Erg Somaya mit einer großen Delfingruppe schnorcheln. Bei Shaab Pinky wurden anschließend sogar vier Adlerrochen gesichtet. Gleichzeitig startete die Bahlul zu ihrer zweitägigen Minisafari zur SS Thistlegorm. Nach einem Auftakttauchgang bei Shaab Helua mit Delfinen, Napoleon-Lippfisch und Mangroven-Stechrochen folgten zwei eindrucksvolle Tauchgänge an der Thistlegorm, darunter ein stimmungsvoller Nachttauchgang.

Am Donnerstag begann der Tag dort mit einem Early Morning Dive am nahezu menschenleeren Wrack. Zwei große Napoleons am Heck entzückten nicht nur die Fotografen. Ein weiterer Tauchgang bei Shaab Mike gehörte ebenfalls zu den Höhepunkten dieser Tour. Zwei Delfine bei Shaab Helua bildeten den perfekten Abschluss der Minisafari. Bei Shaab Abu Ramada Ost schwamm ebenfalls ein Delfin an der Gruppe vorbei, während am selben Tauchplatz eine Hübsche Sternschnecke entdeckt wurde. Drei Adlerrochen bei Fanadir Foc und Ralphs erfolgreich abgeschlossener Tec-50-Trimix-Kurs rundeten diese ereignisreiche Woche perfekt ab.

Unser Meerestier der Woche: Der Gefleckte Adlerrochen

Eine Begegnung mit einem Gefleckten Adlerrochen gehört zu den besonderen Erlebnissen beim Tauchen im Roten Meer. Mit ruhigen, wellenförmigen Bewegungen seiner breiten Brustflossen gleitet er scheinbar schwerelos durch das Wasser. Seine dunkle Oberseite ist mit zahlreichen weißen Punkten und Ringen übersät, während der lange, peitschenförmige Schwanz weit hinter ihm durchs Wasser zieht.

Der im Roten Meer lebende Gefleckte Adlerrochen trägt den wissenschaftlichen Namen Aetobatus ocellatus. Früher wurde er dem weltweit verbreiteten Aetobatus narinari zugerechnet. Genetische und morphologische Untersuchungen zeigten jedoch, dass es sich um verschiedene Arten handelt. Heute gilt Aetobatus narinari als atlantische Art, während Aetobatus ocellatus im Roten Meer vorkommt. Gefleckte Adlerrochen halten sich bevorzugt in küstennahen Gewässern auf. Beim Tauchen begegnet man ihnen häufig an Korallenriffen, über Sandflächen, in Lagunen oder an Riffkanten. Sie können allein, paarweise oder in Gruppen unterwegs sein und legen teilweise größere Strecken zurück.

Gelegentlich ruhen sie sogar auf dem Meeresboden oder besuchen Putzerstationen, an denen kleine Fische Parasiten von ihrer Haut entfernen.Mit einer möglichen Scheibenbreite von bis zu drei Metern zählt Aetobatus ocellatus zu den größten Adlerrochen. Sein abgeflachter, schnabelähnlicher Kopf ist bestens für die Nahrungssuche geeignet. Damit durchstöbert er den Sand nach Muscheln, Schnecken, Krebsen und anderen Bodenbewohnern. Breite Zahnplatten ermöglichen es ihm, auch harte Schalen und Panzer zu zerbrechen.

Gefleckte Adlerrochen sind lebendgebärend. Die Embryonen entwickeln sich im Körper der Mutter und ernähren sich zunächst von ihrem Dottervorrat, später zusätzlich von einer nährstoffreichen Flüssigkeit aus der Gebärmutter. Meist bringt ein Weibchen höchstens vier Jungtiere zur Welt. Diese geringe Fortpflanzungsrate macht die laut IUCN sark gefährdete Art besonders anfällig für Bestandsverluste. Für Taucher stellen Gefleckte Adlerrochen normalerweise keine Gefahr dar. Ihr giftiger Schwanzstachel dient ausschließlich der Verteidigung. Wer ruhig bleibt, genügend Platz lässt und dem Tier nicht folgt, hat die beste Chance auf eine längere Beobachtung.

Ägypten und Deutschland arbeiten im Bildungsbereich zusammen

Ägypten und Deutschland setzen ihre langjährige Zusammenarbeit im Bildungsbereich fort. In Berlin wurde eine gemeinsame Absichtserklärung zur Gründung und Weiterentwicklung eines Netzwerks ägyptisch-deutscher technischer Schulen unterzeichnet. Gleichzeitig vereinbarte das ägyptische Bildungsministerium mit der Sawiris Foundation for Social Development die Einrichtung und den Betrieb von zehn Schulen für angewandte Technologie. Die neuen Schulen sollen sich zunächst auf das Hotel- und Gastgewerbe sowie die Baubranche konzentrieren. Ziel ist es, jungen Menschen eine praxisnahe Ausbildung nach internationalen Standards zu ermöglichen und sie gezielt auf die Anforderungen des Arbeitsmarktes vorzubereiten.

Ein wichtiger Bestandteil des Konzepts ist die Verbindung von schulischem Unterricht und praktischer Ausbildung. Arbeitsbezogenes Lernen und duale Ausbildungsmodelle sollen weiter ausgebaut werden. Auch die Privatwirtschaft wird eng eingebunden, damit Lehrpläne und Ausbildungsinhalte dem tatsächlichen Bedarf der Unternehmen entsprechen. Neben der fachlichen Qualifikation erhalten die Schülerinnen und Schüler technischen Deutschunterricht auf den Sprachniveaus A1 bis B1. Schulen, die international anerkannte und mit ISO-Normen vereinbare Qualitätsstandards erfüllen, können künftig den Status „ägyptisch-deutsch” erhalten. Moderne Werkstätten, zeitgemäße technische Ausstattung sowie die Weiterbildung von Lehrkräften sollen eine hochwertige Ausbildung gewährleisten.

Die ägyptische Regierung stellt für das Projekt Gebäude, Personal und die notwendige Ausstattung bereit. Deutschland unterstützt die Entwicklung der Lehrpläne, die Ausbildung der Lehrkräfte, den Aufbau von Kompetenzen und die Zusammenarbeit mit Unternehmen. Die Fortschritte des Programms werden jährlich gemeinsam mit dem ägyptischen Technical Education Reform Office überprüft. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten die Schülerinnen und Schüler ein vom ägyptischen Bildungsministerium anerkanntes Diplom sowie zusätzliche berufliche Qualifikations- oder Erfahrungsnachweise. Auch Modelle mit doppeltem Abschluss sollen geprüft werden.

Die Vereinbarung knüpft an bestehende deutsch-ägyptische Bildungsprojekte an. Bereits seit 2018 baut Ägypten sein Netzwerk von Schulen für angewandte Technologie aus. Mit den neuen Schulen entstehen weitere Chancen für junge Menschen, eine moderne Ausbildung zu absolvieren und berufliche Perspektiven in Ägypten und Deutschland zu entwickeln.

Drei neu entdeckte Felsengräber in Sakkara

In der Nekropole von Sakkara haben ägyptische Archäologen drei bislang unbekannte Felsengräber aus der Zeit des Neuen Reiches entdeckt. Die Gräber liegen im östlichen Bereich der Bubasteion-Nekropole und wurden direkt in den dortigen Kalksteinfelsen geschlagen. Hieroglyphen, Wanddarstellungen und architektonische Überreste geben spannende Einblicke in das Leben hochrangiger Beamter und ihrer Familien.

Das erste Grab gehörte einem Mann namens Mentuhotep. Reliefs zeigen Träger von Opfergaben, Jagdszenen sowie den Grabherrn gemeinsam mit seiner Mutter Eihotep. Die Darstellung unterstreicht die hohe gesellschaftliche Stellung der Familie. In den Inschriften werden zahlreiche bedeutende Titel Mentuhoteps genannt. Er war unter anderem Erbprinz, Bürgermeister, königlicher Siegelträger, Verwalter, Aufseher der Fremdländer und Oberbefehlshaber des Heeres von Khabeshet. Offenbar bekleidete er während des frühen Neuen Reiches hohe Verwaltungsämter und militärische Führungspositionen. Ein Grabschacht innerhalb der Anlage soll in der kommenden Grabungssaison weiter freigelegt werden.

Das zweite Grab gehörte Paremwia, der auch Samut genannt wurde und als Großer Händler des Besitzes des Ptah tätig war. Besonders bemerkenswert sind die ausführlichen Angaben zu seiner Familie. Genannt werden seine Frau Tuwi, seine Mutter Atibyu, die Sängerin des Amun war, sowie seine vier Söhne. Solch detaillierte Familienaufzeichnungen sind selten und helfen dabei, das Leben der ägyptischen Oberschicht besser zu verstehen.

Der Besitzer des dritten Grabes hieß Nehesy und trug den Titel Aufseher des Hauses. Auch seine Frau Neferptah wird in den Inschriften erwähnt. Obwohl das Grab nur teilweise erhalten ist, kam dort ein besonders bedeutender Fund ans Licht: Auf einem Säulenfragment berichtet eine Hieroglypheninschrift von der Rückkehr eines Heerführers aus Naharin im Norden Syriens. Sie bestätigt nicht nur die Datierung in das Neue Reich, sondern belegt zugleich die damaligen militärischen und diplomatischen Verbindungen Ägyptens zum Vorderen Orient. Die Ausgrabungen in Sakkara gehen weiter, um in noch unerforschten Grabschächten weitere Zeugnisse über die Vergangenheit zu entdecken.

🤓 Unser Schlaumeier der Woche - Halbwissen für echte Profis 🤓

Schon gewusst? Viele Häuser in Hurghada sehen unfertig aus, obwohl sie längst bewohnt sind. In Ägypten wird häufig schrittweise gebaut: Weitere Etagen entstehen erst, wenn sie benötigt werden und genügend Geld vorhanden ist. Die herausragenden Stahlstangen ermöglichen eine spätere Aufstockung. Da der Innenausbau wichtiger ist als eine verputzte Fassade, bleibt diese oft lange unbearbeitet.

Auch die häufig genannte Steuerersparnis ist nur ein Teil der Erklärung: Gebäude, die sich tatsächlich noch im Bau befinden, sind von der Immobiliensteuer ausgenommen. Bewohnte, aber äußerlich unfertige Häuser können dagegen durchaus steuerpflichtig sein.

Unsere Sommerwoche im Rückblick vom Roten Meer

Das war’s für diese Woche vom Roten Meer. Wir hoffen, euch hat unser Wochenbericht gefallen. Bleibt neugierig, passt auf euch auf und bis zum nächsten Mal, mit neuen Eindrücken aus dem Land zwischen Wüste und Wasser!

Unsere Sommerwoche im Rückblick vom Roten Meer, Blue Water Dive Resort – Fotonachweise: Blue Water Dive Resort,