Warum gibt es keine Müllabfuhr für die Meere?

Plastik

Warum gibt es eigentlich keine Müllabfuhr für die Meere? Was an Land funktioniert sollte doch auch für die Ozeane möglich sein.

Deshalb wird es Zeit für Erfindungen, die den Plastikmüll aus den Meeren fischen. Es gibt mittlerweile auch schon eine Reihe kreativer Ideen.

Die wohl bekannteste ist „The Ocean Cleanup“. Hier geht es um Müll der auf oder nahe an der Oberfläche schwimmt. Dieser soll an langen, V-förmig angeordneten schwimmenden Armen hängenbleiben und dann von Plattformen eingesammelt werden. Das Projekt nutzt dabei die Strömungen der Ozeanstrudel. Allerdings wird dadurch nur ein sehr kleinen Teil des Plastikmülls beseitigt, der an der Oberfläche schwimmt. Doch dieser macht nur wenige Prozent der Gesamtmenge aus, da der meiste Müll absinkt.

Ein weiteres Projekt ist die „Seekuh“. Hierbei handelt es sich um einen Katamaran, der Müll aus küstennahen Gewässern fischen soll. Bislang gibt es nur einen Prototyp. Der Vorteil: Das Schiff ist leicht zerlegbar und kann somit weltweit zum Einsatz kommen.

„Pacific Garbage Screening“ wiederum ist ein riesiges kammartiges Gebilde. Das Prinzip leuchtet ein:  Plastik ist leichter als Wasser, aber durch Meeresströmungen wird es immer nach unten gezogen. Die 400m grosse Plattform beruhigt die Strömungen und das Plastik kann von der Oberfläche eingesammelt werden.

„Müll sammeln unter Wasser“. Das Prinzip ist, dass sich Taucher organisieren, um während eines Tauchgangs Müll einzusammeln. Auch wir bieten sonst ja sonst mindestens einmal die Woche solche „Aufräum Tauchgänge“ an. Wir hoffen sehr, dass wir diese demnächst wieder mit euch durchführen können.

Auch wenn es hoffnungsvolle Projekte gibt, gestalte sich die Sache aber schwierig. Da ist zunächst einmal die gigantische Menge an Müll,  die in den Meeren schwimmt. Nach Informationen des Umweltbundesamtes treiben rund 13.000 Plastikmüll Partikel auf jedem Quadratkilometer Meeresoberfläche!

Doch auch die viele kleinen Lebewesen, die direkt an der Oberfläche des Wassers durch die Meere treiben, können durch die „Müllabfuhr“ gefährdet werden. Zu Millionen könnten solche Lebewesen mit dem Müll zusammen aus dem Meer gefischt werden.

Deshalb ist das beste Mittel gegen Plastikmüll natürlich, erst gar keinen zu produzieren. Schon heute kann für uns alle der erste Tag sein, weniger Plastik zu konsumieren. Ganz nach dem Motto: One Day – Day One!

 

Fotonachweis: Shutterstock 556842964

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, Blue Water Dive Resort – Fotonachweis

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