Tolle Sichtung an spektakulärem Wrack

Anglerfisch

Tolle Sichtung an spektakulärem Wrack. Gestern haben unsere Taucher an der Thistlegorm sogar einen sehr schönen Anglerfisch entdeckt. Das Wrack und seine Ladung ist an sich ist ja schon sehr spektakulär, aber bei genauer Betrachtung ist auch ein Anglerfisch eine sehr interessante Sichtung.

Den Namen hat der Anglerfisch natürlich von seiner „Angel“. Die Angel ist das typische Merkmal und hat sich aus einem Strahl der Rückenflosse entwickelt. Am Ende der Angel (Illicium) befindet sich ein Köder (Esca). Der Köder und seine Form ist ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den Anglerfisch Arten. Er kann entweder einem Fisch ähneln, einer Garnele oder einem Wurm oder ist einfach nur unförmig. Wird der Köder verloren, kann er regeneriert werden.

Da der Anglerfisch mit seinem plumpen und schuppenlosem Körper ein schlechter Schwimmer ist, ist er ein sogenannter Lauerjäger. Wenn sich potentielles Futter nähert, wird die Angel aufgerichtet. Nähert sich das Beutetier weiter, ahmt die Angel das Bewegungsmuster des von dem Köder dargestellten Tieres nach.

Ist die Beute nah genug, öffnet sich das Maul des Anglerfisches blitzschnell. Das Volumen der Mundhöhle wird um dass sechsfache vergrößert. Durch den sich so entwickelnden Unterdruck wird das Futter eingesogen. Das Wasser strömt durch die Kiemen ins Freie, während die Beute verschluckt wird. Dieser Vorgang dauert nur ein paar Millisekunden. Deshalb wird vermutet, daß ein biomechanischer Vorgang Energie im Kieferbereich speichern kann und blitzschnell freigesetzt wird.

Übrigens: Wracks und Fische gibt es auch in unserem neuen Red Sea Partner.

 

Fotonachweis: Christian Kronauwitter

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