Tatort Rotes Meer: Die Riesen-Mördermuschel

Tridacna-maxima

Wenn das Rote Meer zum Tatort wird…. In prachtvollen Blautönen beherbergt sie die Korallenriffe des Roten Meers. Wunderschön und unscheinbar, ihr Name hingehen verspricht einen mörderischen Hintergrund.

Ok, ok…. das ist jetzt etwas übertrieben, denn Geschichten und Sagen zu Folge in denen Taucher von Riesenmuscheln in einem Bissen verschlungen wurden, werden wohl für immer Märchen bleiben. Denn eigentlich ist die Riesen-Mördermuschel, die auch einfach nur Riesenmuschel oder Mördermuschel genannt wird, ganz zahm und verschlingt weder Taucher noch Fische. Tatsächlich ist die Schließbewegung der Muschel recht langsam.

Als Futter der Riesenmuscheln dienen Schwebstoffe, die sie aus dem Meer filtern. Zusätzlich sind sie eine Symbiose mit Algen eingegangen, die in den Mantellappen leben. Öffnet sich die Muschel, so werden die Mantellappen nach vorne gestülpt. Dadurch bekommen die Algen möglichst viel Sonnenlicht und produzieren dann aus dem Sonnenlicht Sauerstoff und Nährstoffe. Aus diesem Grund ist sie auch meist im Flachwasser der Meere zu finden. Die Algen sind übrigens der Grund für die prachtvollen Blautöne!

Tridacna-Maxima

Aber wieso heisst sie dann Mördermuschel? Die Mantelschalen sind durchaus in der Lage durch Zuklappen einen ganzen Arm festzuhalten. Nähert sich also eine Bedrohung, Fische die an ihr nagen oder es gab tatsächlich Taucher, die eine Perle aus dem Inneren der Muschel bergen wollten, so schnappt sie zu und hält fest. Einen Finger solltet ihr also nicht hineinstecken, denn sonst wird das Rote Meer eventuell doch noch zu einem Tatort. 😉

 

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, Blue Water Dive Resort – Fotonachweise

Schreibe einen Kommentar

Registriere deine E-Mail bei Gravatar.com für ein Bild neben deinem Kommentar.