Schlecht gelaunte Drückerfische vor Hurghada

Druecker Fisch

Was kann man tun, wenn Drückerfische schlecht gelaunt sind? Gestern haben wir in unserem Flaschenposting von einem schlecht gelaunten Drückerfisch berichtet. Das stimmt natürlich nicht ganz. Wenn einem ein Drückerfisch auf die (Taucher-) Pelle rückt, steckt da meist etwas anderes dahinter. Es geht dann zumeist um das Beschützen des Nestes. Denn wenn Drücker ihr Nest beschützen, können sie recht aufdringlich werden. Die meiste Zeit des Jahres sind die Fische absolut harmlos. Aber wenn es um ihren Nachwuchs geht, dann verstehen sie keinen Spass. Der gestrige Drücker war etwas früh dran, denn eigentlich ist die Nistzeit im Juli und August.

Doch was kann man tun? Nistende Drücker sind meist zu zweit. Während der eine Nestpflege betreibt, hält der andere Wache. Das Nest ist eine Mulde im Sand, in der ein paar Steine oder Gerölll liegt. An diesen Steinen kleben die Eier, also der Nachwuchs. Nähert man sich einem Nest schwimmt der Bewacher häufig erst einmal Scheinangriffe. Mit grosser Geschwindigkeit schiesst er auf den Eindringling zu. Wenn man doch mal gezwickt wird, kommt es zu einem blauen Fleck. Vereinzelt kam es sogar schon zu Bissverletzungen durch Drückerfische. Um zu wissen, wie man ausweichen kann, muss man das Revier des Drückers kennen. Es befindet sich trichterförmig über dem Nest und geht in Richtung Oberfläche auseinander. Nach Oben ausweichen nützt also nichts! Man sollte den Bereich des Nestes also weiträumig seitlich umtauchen.

Hattet ihr auch schon eine Erfahrung mit einem schlecht gelaunten Drückerfisch?

 

Foto: Ute Walz

3 Kommentare zu "Schlecht gelaunte Drückerfische vor Hurghada"

Liebes Blue Water Team,

ja, ich habe schon sehr ungute Erfahrungen mit Titan-Drückerfischen gemacht, in Hurghada.

Natürlich hatte der Guide vorher gewarnt und ja, der Angriff war meine Schuld, ich bin ihm wohl beim Fotografieren unbeabsichtigt doch zu nahe gekommen und der (kleine Kamera-) Blitz hat ihn vielleicht zusätzlich aggressiv gemacht. Es war übrigens in einem September.

Jedenfalls verfolgte er mich lange, biß in die Flossen (deutliche Bißspuren, kleines Loch), ließ dann von mir ab und attackierte den Nächsten unserer Gruppe, dem er die Flosse sogar komplett runterriß. Der Taucher brachte sich dann von ihm weiter verfolgt in Sicherheit, ich barg die Flosse und übergab sie ihm später.

Der Titandrücker hielt sich leider auch nicht wirklich an sein Dreiecks-Revier, auch weit unten weiter weg verfolgte er uns weiträumig.
Wie gesagt, mir ist klar, daß ich diese Attacke verschuldet habe, aber übel war die Situation natürlich trotzdem.

Wenn Ihr nach Triggerfish Bites oder Triggerfish Attacks googelt mit der Bildersuche, werdet Ihr auch feststellen, daß es sehr wohl einige echte und üble Bißverletzungen gibt, allerdings vor allem in Australien und Asien, da gehen sie leider gerne an den Kopf, während sie in Ägypten zum Glück eher die Beine attackieren und oft nur die Flossen.

Jedenfalls bin ich seitdem natürlich noch viel vorsichtiger und mache einen großräumigen Bogen um die Viecher. Das will ich nie wieder erleben…
Viele Grüße
JK

MOin, ja, das ist schon beeindruckend, wenn so ein Titandrücker auf einen zukommt. Wir hatten vor Jahren mal einen Titan Drücker in Umm Gamer, der das gesamte Jahr über „schlecht gelaunt“ war.

Moin Farid
…. ja, DEN habe ich auch schon mal kennen lernen dürfen!
Ich war noch nie so flott unter Wasser unterwegs 🙂

LG aus Hamburg
Katrin

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