Rescue Diver Kurs – nur nicht leicht machen

Rettung

Ein Rescue Diver Kurs soll Taucher auf  Notfälle vorbereiten – und grade deshalb darf er nicht leicht gemacht werden. Keine Simulation und kein Szenario kann einen wirklichen Notfall realitätsgetreu nachbilden. Der Stress, die Anspannung und auch die Angst, die bei einem Unfall vom Retter empfunden werden, sind auch in der ausgefeiltesten Notfall Übung nicht nachzubilden.

Aber was wir Tauchlehrer tun können ist, unsere Rescue Diver Schüler in Situationen zu bringen, die einen hohen Stresslevel aufweisen. Nur so können sie bestmöglichst vorbereitet werden. Ein Rescue Lehrgang ist ein „sportlich robuster“ Kurs. Körperlich ist der Kurs fordernd, da man sehr lange Wasserzeiten hat und eigentlich immer beschäftigt ist. Entweder mit dem Verfolgen der Demonstration der einzelnen Rescue Übungen durch den Tauchlehrer oder mit dem eigenen Üben. Dabei ist es erstaunlich, wie ernst manche Taucher ihre Rolle nehmen, wenn sie zum Beispiel einen Taucher in Panik darstellen sollen. Da sind beachtliche schauspielerische Leistungen zu beobachten: dem Retter wird der Atemregler aus dem Mund gerissen, die Maske vom Kopf geschoben und er wird vom Opfer als Rettungsinsel missbraucht. Ganz klar – Wasserschlucken ist bei diesem Kurs inklusive. 🙂

Doch auch mental ist die Ausbildung zum Rettungstaucher eine echte Herausforderung. Das Einleiten der Rettungskette und das gleichzeitige Besprechen des Suchmusters erfordern zum Beispiel ein hohes Maß an Koordination. Das Ganze erfolgt natürlich auch noch unter einem sehr hohen Zeitdruck.

Der Rescue Diver Kurs ist nach meiner Meinung ein extrem sinnvoller Kurs. Für die meisten Taucher, die diesen Kurs gemacht haben, ist er ein unvergessliches Erlebnis. Obwohl und grade weil er eben nicht leicht ist.

Bis dann, lasst es euch gutgehen, euer Blue Brother, Dirk

Kolumne

 

Ägypten, Rotes Meer, Hurghada, Deutsche Tauchschule, Blue Water Dive Resort – Fotonachweise

 

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