Die Wracks von Abu Nuhas – Teil 1

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Die Wracks von Abu Nuhas – Teil 1

In unserem Bericht über Tauchplätze, die außerhalb unserer täglichen Ganz- und Halbtagesfahrten liegen, haben wir sie schon mal kurz erwähnt…..die Wracks von Abu Nuhas. Da diese Wracks in keinem Logbuch fehlen sollten, wollen wir sie Euch aber noch einmal genauer vorstellen.

Abu Nuhas heißt übersetzt „Vater des Kupfers“. Man nimmt an, dass der Name vom Untergang der Carnatic stammt, die zu Teil mit Kupfer beladen war, als sie auf das Riff auflief. Es befindet sich auf der rechten Seite der Ausfahrt des Golfs von Suez ins Rote Meer am Rand der Straße von Gubal. In diesem Teil möchte ich Euch die ersten zwei, der dort liegenden vier Wracks, vorstellen.

Die Giannis D.

Die Giannis D. (Bild 1) war mit einer Ladung Holz, hauptsächlich Teak, auf dem Weg von Rijeka in den Jemen, als sie durch einen Navigationsfehler im April 1983 auf das Riff auflief. Erst lag sie beschädigt auf dem Riffdach, brach aber später in einem Sturm auseinander und sank. Heute liegt sie, für Taucher optimal, in Tiefen zwischen 5 und ca. 22 Metern auf dem Grund. Bug und Heckteil sind recht gut erhalten, das Mittelteil ist allerdings komplett zerstört. Das Wrack zeichnet sich dadurch aus, dass auch die Innenräume sehr gut erreichbar sind. Die Brücke, die Deckaufbauten und auch der Maschinenraum mit den großen 6 Zylinder Dieselmotoren sind recht einfach zu betauchen. Der Bugmast ragt auf bis in eine Tiefe von 5 Metern und ist bei ruhiger Oberfläche schon vom Boot aus zu sehen.

Die Kimon M.

Auch das Schicksal der 106 Meter langen Kimon M. (Bild 2) ist auf einen Navigationsfehler zurückzuführen. Der Name Linsenfrachter, so wird die Kimon auch genannt, rührt daher, dass das Schiff bei seinem Untergang im Dezember 1978, mit einer Ladung von 4.500 Tonnen Linsen auf dem Weg von Iskender in der Türkei nach Bombay war. Heute liegt das Wrack 90° geneigt auf der Steuerbordseite in Tiefen zwischen 12 und ca. 30 Metern. Am tiefsten Punkt kann man sich heute die Heckpartie, mit der nahezu unbeschädigten Ruderanlage und der Schraube anschauen. Wenn man den Tauchgang Richtung Bug fortsetzt, hat man die Möglichkeit sich die Laderäume anzuschauen, die aber bis auf eine Ersatzschraube, alle leergefressen wurden. Weiter Richtung Bug wird das Wrack instabiler, da die Bordwände durch Strömung und Brandung in Mitleidenschaft gezogen wurden. Bei starker Dünung sollte der vordere Teil mit Vorsicht betaucht werden. Interessant ist noch ein Besuch der beiden großen Diesel Maschinen im einfach zugänglichen Maschinenraum und der Besuch des riesigen Schornsteins, der neben dem Wrack auf dem Sandboden liegt.

Für alle die es interessiert, gibt es auf unsrer Webseite eine Wrackbuch als kostenlosen Download. Hier findet ihr neben den Wracks von Abu Nuhas auch noch andere interessante Wracks des Roten Meeres.

In Kürze geht es dann weiter mit dem zweiten Teil.

Bis dahin, Euer Blue Brother, Dirk

cairo-blog

4 Kommentare zu "Die Wracks von Abu Nuhas – Teil 1"

Schon betaucht , wunderbar .

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